Wie es dazu kam...



Tiere übten auf mich schon immer eine unbeschreibliche Faszination aus.

Ihr Verhalten, ihr Wesen, sowie ihr Leben in der Natur, waren schon als Kind für mich spannend zu verfolgen und vor allem zu fühlen. 

Berührungsängste kannte ich nicht. Regenwürmer wurden gerettet und in frisch umgegrabene Erde gelegt, Schnecken wurden ins saftige Grün umgesetzt (nicht immer zur Freude meiner Oma) und Frösche in den nächsten Teich getragen. Aber auch Kaninchen, Enten und Fische zählten zu den Tieren, welche ich regelmäßig mit voller Aufmerksamkeit studierte und meine Eltern dazu Löcher in den Bauch fragte.

Die ersten Hundeerfahrungen konnte ich bei meinen Großeltern sammeln, die ihr Herz an Cocker Spaniels verloren hatten. Aber auch die Schäferhunde meines Onkels haben mir damals viele schöne Hundemomente geschenkt.

Danach standen Pferde auf meiner Beliebtheitsskala ganz oben. Die ersten Reitversuche waren holprig und nicht unbedingt von Erfolg gekrönt, was dazu führte, dass ich einige Male mit dem Hosenboden im Gras statt im Sattel saß. Das machte mir jedoch nicht viel aus, so konnte ich die Pferde schließlich streicheln, was mich damals ebenso glücklich machte, wie heute. 

Egal welches Tier, ich musste es erst einmal anfassen, fühlen. Die Wärme, die Weichheit, die Struktur des Fells, die nassen Nasen. Alles war spannend zu entdecken!

Heute, 30 Jahre später, bin ich wieder zu dieser Faszination zurückgekehrt und habe die Tellington TTouch Methode® für mich entdeckt.

Das erste positive Erlebnis hatte ich mit dem TTouch bei unserer alten Mischlingshündin Wanda, welche zuletzt massive Probleme im Bewegungsapparat hatte. Unter Anleitung des Buches "TellingtonTraining® für Hunde" führte ich verschiedene Hebetechniken durch (PhytonTTouch und Bauchheber), um ihr Erleichterung zu verschaffen. Sie nahm es dankbar an und ihre Beweglichkeit verbesserte sich deutlich im Rahmen der damaligen Möglichkeiten.

Leider kamen diverse andere chronische Erkrankungen wie Diabetes, Herzinsuffizienz, sowie Störungen im Immunsystem dazu, sodass wir uns leider Anfang 2006 von ihr verabschieden mussten. 

Kurze Zeit später holten wir (wieder aus dem Tierschutz) einen ca. 1 Jahr alten Akbash-Rüden zu uns. Total verstört und ängstlich, starteten wir in unser gemeinsames Leben. Der Anfang war schwierig für alle Beteiligten, aber die Summe der Erfahrung hat mich absolut bereichert.

Auch hier war die Tellington Methode unendlich hilfreich, um aus einem ängstlichen Etwas einen selbstbewussten Hund zu machen, der Spaß am Leben hat.

Um die Begeisterung für diesen sanften Weg im Umgang mit Hunden weiterzutragen, entschloss ich mich eine Ausbildung zum TellingtonTTouch® Hundetrainer im Febr. 2008 zu beginnen, welche ich Ende April 2009 erfolgreich abschließen konnte. 

Die wertfreie Beobachtung, das Verständnis und der Respekt für das Individuum, sowie die Möglichkeiten das Verhalten durch qualitätsvolle Berührungen und Aufmerksamkeit in der Bodenarbeit zu stärken, beeindruckt mich jedes Mal aufs Neue - bei jedem Hund, aber auch jedem Mensch.

Zusätzlich lernte ich wie wichtig und hilfreich "Spielen" sein kann. Vertrauen zu schaffen, indem man miteinander spannende Dinge erlebt, sich gegenseitig stärkt, neue Aufgaben meistert und dadurch auch über sich hinauswächst.

Die Bindung, die dabei entsteht, ist absolut wertvoll und hilfreich, auch im Alltag die vielen kleinen und großen "Prüfungen" zu bestehen und genau zu wissen, dass man sich aufeinander verlassen kann. 

Heute bin ich froh und dankbar, mit diesen Ansätzen den richtigen Weg für mich gefunden zu haben. Trotzdem bin ich mir sicher, dass sich auch in Zukunft noch viel Neues entdecken und erleben lässt! Ich freue mich jetzt schon drauf!