Barney & Claudia



Wir haben unseren Barney aus dem Tierschutz. Er war bereits fünf Jahre alt als er von Berlin zu uns zog. Von der Pflegestelle hieß es, er sei ein toller Familienhund, habe keinen Jagdtrieb und sei zu jedermann  freundlich.

Vorweg - unser Barney ist ein Schatz und wir wollen ihn nie mehr missen! Doch schon bei den ersten Spaziergängen war deutlich zu erkennen, dass er durchaus Jagdtrieb hat. Seine Nase klebte nahezu am Boden. Na klar, in der Hauptstadt riecht es interessant, aber im Vergleich dazu die Felder, Wälder und Wiesen hier bei uns??! Das Verhalten an der Leine hatte sich mit der Zeit auch verändert. Nach gut einem Jahr also stand für uns fest, dass sich etwas ändern soll.

Und so haben wir uns bei Tanja Kamphaus, Canis Vivendi, vorgestellt. Wir haben uns vom ersten Moment an wohl und verstanden gefühlt. Tanja hat mit ihren Trainingsansätzen bei uns voll ins Schwarze getroffen. Die Art und Weise wie sie die Trainingseinheiten gestaltet, machen immer wieder Lust auf mehr. Zudem hat sie einen "besonderen Draht" zu den Hunden, was mich sehr beeindruckt.

Inzwischen haben Barney und ich verschiedene Übungen mit Tanja's Unterstützung durchlaufen. Wir haben an unserer Beziehung zueinander gearbeitet, TTouches zur Entspannung eingesetzt und das Anti-Jagdtraining gemeistert, was besonders viel Spaß gemacht hat.

Beim Begegnungstraining lerne ich viel über die Körpersprache der Vier- und auch der Zweibeiner. Außerdem lernen wir immer wieder neue Mensch-Hund-Teams kennen. Mit der Zeit hat sich, dank Tanja, Barney's Verhalten zum Positiven gewandelt.
Und wir wissen nun, wie wir ihn vom Jagen abhalten, bzw. zum Stoppen und Umkehren überzeugen können. Das ist ein toller Erfolg! Schön ist vor allem, dass sich die Übungen immer an verschiedenen Orten abspielen. Also nicht stupide immer wieder auf einem Platz (der natürlich vorhanden ist), sondern dort, wo man es direkt auch anwenden und gebrauchen kann.

Ohne Zweifel hat der Barney eine gute Nase. Deshalb haben wir uns auf die Nasenarbeit konzentriert und machen zusammen in einer kleinen Gruppe ein Fährtentraining. Die Euphorie beim Hund ist wirklich beeindruckend. Schon wenn ich die Tasche mit den benötigten Utensilien packe, ist er völlig aus dem Häuschen. Die Nasenarbeit ist genau das, was Barney braucht.

Und so stellten sich die ersten Sucherfolge nach gelegten Fährten mit Leckerchen schnell ein. Mittlerweile sind wir beim Mantrail mit dabei. Hätte mich vorher jemand gefragt - Erfolg auch hierbei hätte ich nicht für möglich gehalten. Jedenfalls nicht nach so kurzer Zeit. Und deshalb macht es nicht nur Spaß, sondern vor allem Stolz, einen so tollen und eifrigen Hund zu haben.

Tanja hat es mit dieser für den Hund artgerechten und intensiven Arbeit geschafft, aus Barney wieder einen ausgeglichenen Begleiter zu machen. Das ist einfach schön, und deshalb bleiben wir dran!

Claudia Schäfer
mit Barney